IGW News

 

Das Kompakttraining 2019 ist online – Jetzt anmelden!

28. Juli (Anreise) bis 9. August 2019 in St. Arbogast, Götzis bei Bregenz, Österreich

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Januar 2019 | Informationen aus dem IGW

Der Blinde Fleck

Liebe Freundinnen, liebe Freunde des IGW,
ein Jahr vergeht schnell und schon meldet sich das IGW wieder. Dieses Jahr möchte ich mit Ihnen und Euch Eindrücke aus einer Oper Doppel-Aufführung teilen, die ich 2018 erlebt habe:

 

OEDIPUS REX von Igor Strawinsky und IOLANTA von Peter L. Tschaikowsky
Texte nach der gleichnamigen Tragödie von Sophokles und nach dem Drama „König Renes Tochter“ von Henrik Hertz.

Der verbindende Aspekt beider Stücke ist die Blindheit, nicht die physische Unfähigkeit zu sehen, sondern der Realität nicht ins Auge sehen zu können oder zu wollen.

 

In beiden Stücken wird die Entdeckung der Wahrheit von außen angestoßen, einmal durch den Seher Teiresias und zum anderen durch den arabischen Arzt Ibn-Hakia. Ödipus stürzt hinab in die Tiefe, sein Lebenskonzept und seine Identität brechen zusammen. Iolanta gelingt der innere Prozeß der Heilung, weil der Wunsch zu sehen, aus ihr selbst erwächst. Iolanta ist: Herz und Kopf und Zucker. Oedipus Rex ist Unterleib.

 

„Wenn die Gläser der rosaroten Brille zerspringen, dringen ihre Scherben in die Augen.“ (aus dem Russischen)

 

Eine interessante Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart habe ich noch gesehen: EKSTASE.

Hier wird die Sehnsucht der Menschen nach bewusstseinserweiternden Erfahrungen als elementares menschliches Streben gezeigt. Das „Außer-sich-Sein“ birgt überbordende Glücksgefühle und auch mit dem Kontrollverlust einhergehende Gefahren.

 

„Most people manage just twelve minutes of orgasmic bliss per year. Some never experience at all. Yet the urge for orgasm rules much of human life, across national and cultural boundaries.“ (Jonathan Margolis, 2004)

 

In diesem Jahr drei Buchempfehlungen:

Dagmar Herzog: Lust und Verwundbarkeit, Wallstein Verlag 2018
Francois Jullien: Es gibt keine kulturelle Identität, Suhrkamp Verlag 2017
Olinka Vistica und Drazen Grubisic: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen,
Rowohlt Verlag 2018

 

Und 2 Musikempfehlungen:

Leonard Cohen: The Essential Leonard Cohen
alt-J: An Awesome Wave


In der inneren Organisation des IGW und des IGW Schweiz gab es in 2018 zwei Veränderungen: Die Ausbildungsleitung des IGW Schweiz besteht jetzt aus Barbara Laskowska und Johanna Fischer, Gabriela Frischknecht und Werner Gill bilden weiterhin die Geschäftsführung des igwSchweiz. Das IGW hat eine neue Ombusfrau: Heike Frank.


Notizen aus dem Institut

Das Gestaltinstitut in La Paz/Bolivien (gemeinn. Stiftung) arbeitet weiterhin erfolgreich. Im Rahmen der Kooperation findet weiterhin ein Studentenaustausch statt und TrainerInnen aus Europa lehren in Bolivien. In 2018 startete ein neuer Lehrgang (maestria in gestaltterapia) an der Universität in La Paz. Zur Unterstützung dieses Austausches haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Wir erhoffen uns viele kleine und große Spenden.

 

Spenden Konto Nr. 010431407 BLZ 79090624
IBAN: DE21 3006 0601 0104 031407
DIC (Swift Code) DAAEDEDD
Selbstverständlich mit Spendenquittung.


Die Kooperationen mit den Universitäten in Nanjing und Fuzhou laufen weiter. In Nanjing läuft die 6. Gruppe. Eine Advanced Gruppe ist in gestartet. In Fuzhou beginnt die 5. Gruppe.


Die 2. Gestalt-Tagung in China hat vom 26.10. – 29.10.2018 in Fuzhou stattgefunden, mit 320 TeilnehmerInnen und ReferentInnen aus China, Europa und USA.


Das igw Schweiz www.igw-schweiz.ch hat mit der Akkreditierung seines Curriculums „Klinische Gestalttherapie“ das Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen.


Unser Curriculum „Klinische Gestalttherapie“ wurde wieder für ein weiteres Jahr für die psychotherapeutische Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz von der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) anerkannt.


Das Curriculum „Gestaltberatung“ ist von der Schweizer Gesellschaft für Beratung (SGfB) anerkannt.


In der Gestaltakademie Südtirol läuft die 6. Fortbildungsgruppe. Die Weiterbildung zum Gestaltberater nach 3 Jahren ist anerkannt in Italien und die 2. Gruppe hat gerade abgeschlossen.


Das IGW Zagreb (centar igw zagreb) www.igw-croatia.hr hat seine Arbeit in 2018 erfolgreich weiter geführt und eine neue Gruppe in Zagreb begonnen. Workshops und Sommertraining mit internationalen TrainerInnen wurden durchgeführt. Mit einer Tagung und Fest vom 18.-20.5.2018 konnte 30 Jahre Gestalttherapie in Kroatien gefeiert werden.


Das IGW ist bei der Bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildungsinstitut akkreditiert. Das heißt, für die Klinischen Seminare und die meisten Veranstaltungen im Rahmen der GestaltAkademie in Deutschland können wir Fortbildungspunkte vergeben.


Auch die 2-jährige Fortbildung in Gestalttherapie in Deutschland ist zertifiziert (wichtig für ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen). Außerdem kann für die 2-jährige Fortbildung Bildungsurlaub beantragt werden.


Die Zulassung eines Weiterbildungscurriculums für Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (tiefenpsychologisch orientiert) ist erfolgreich abgeschlossen.
Die PTA, Psychotherapeutische Akademie im IGW (www.pta-igw.de) hat ihre Arbeit aufgenommen.


Im letzten Jahr ist eine Ausbildungsgruppe in München neu gestartet.

Auch in Wien am IGWien, an der Sigmund Freud PrivatUniversität, in der Schweiz, in Bozen und in Kroatien haben Gruppen begonnen.

Für das Ausbildungsjahr 2019/2020 wollen wir wieder neue Gruppen in Zürich, München, Würzburg/Nürnberg, Wien, Südtirol und Zagreb beginnen.


Das IGWien wurde in 2018 20 Jahre alt und hat vom 5.10. bis 6.10.2018 mit einer Tagung in Wien zum Thema
DRINNEN – DRAUSSEN Zugehörigkeit in einer pluralistischen Gesellschaft Sein Jubiläum gefeiert.


Das Systemische Gestalt-Coaching hat in 2018 mit einer neuen Gruppe unter der Leitung von Sabine Engelmann in Würzburg begonnen.


Weitere Infos immer aktuell auf unserer Homepage. www.igw-gestalttherapie.de und www.igw-schweiz.ch

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen alles Gute und freue mich auf weitere gemeinsame Zeiten.

Herzlich Werner Gill