KLINISCHE SEMINARE 2019/2020

07/19 Traumatherapie und die Gestalttherapie

Ziel des Seminars ist das Herausarbeiten, wie gestalttherapeutische Grundprinzipien und Techniken in geeigneter Form, hilfreich und zielführend in die Traumatherapie mit Menschen mit Traumafolgestörungen eingebettet werden können.

 

Zum einen werden Theorien und Grundlagen der Psychotraumatologie und der Traumapsychopathologie bei Posttraumatischen Belastungsstörungen und Komplexen Traumafolgestörungen vermittelt. Um adaptive gestalttherapeutische und traumabasierte Interventionen entwickeln zu können, arbeiten wir mit dem vierphasigen behandlungs- und prozessfokussierten SARI-Modell (Phillips & Frederick, 2003: Stabilisierung, Annäherung an Traumamaterial und Ressourcen/Resilienzen, Rekonstruktion der Traumasituation und Reorganisation, Integration, Identitätsbildung und “Rückverbindung zur Welt“).

 

Zum anderen bietet dieses Seminar einen Raum, um sich mit der Arbeit mit Menschen mit Traumafolgestörungen auseinander zu setzen und eine persönliche traumaadaptive Haltung entwickeln zu können. Übungseinheiten, Reflexion und Austausch in Kleingruppen erlauben Beziehungsgestaltungen traumatisierter Menschen zu beachten und eine Sensibilisierung für Themen wie Macht, Grenzen, Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene zu fördern. Wir werden immer wieder die Aufmerksamkeit und die Bewusstheit auf die eigenen Resonanzen, Körperwahrnehmungen und Impulse im Hier und Jetzt lenken und die Kompetenzen des Organismus berücksichtigen. Diese Informationen lassen wir in der therapeutischen Arbeit einfliessen und wenden sie gleichzeitig selbstunterstützend und resilient ein, um uns vor sekundären Traumata und Erschöpfung zu schützen.

 

Schwerpunkte des Seminars
– Neueste theoretische Grundlagen zu Mono- und Komplexe Traumata und Traumafolgestörungen.
– Planung der Behandlung traumabasierter Störungen nach dem SARI-Modell, eingebettet mit Gestaltansätzen.
– Grundprinzipien einer traumaadaptiven Behandlung: Humanistische und traumaadaptive Haltung in der Therapie, Beziehungsmodell, Verständnis für Symptomentwicklung und Umgang mit Symptomreaktionen und der posttraumatischen Anpassungsfähigkeiten des Menschen.
– Praxisorientierte traumaadaptive Techniken und Übungen aus der Schatzkiste der Gestalttherapie.
– Selbstfürsorge, Mitgefühl und Selbstmitgefühl, Psychohygiene.

 

Termin
29. November bis 1. Dezember 2019

 

Teilnahmegebühr
320,00 Euro / 690,00 SFr. (inkl. Raumkosten)

 

Tagungsort
Zürich

 

Trainerin
Prisca Buonvicini, Dipl. Psych.
Fachpsychologin für Psychotherapie und Rechtspsychologie FSP, dipl. Kindergärtnerin und Hortnerin, dipl. Kunsttherapeutin, Psychotraumatherapeutin, zert. Ego-State-Therapeutin ESTI, Ausbildung in Gestalttherapie beim Institut IGW sowie in Hypnosystemischer Therapie, Opferpräventiver Therapie und Sexualtherapie. Langjährige Tätigkeit in einer forensischen Institution für Erwachsene und in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Gemeinschafts-Praxis in Zürich. Seit 2006 im Ausbildungsteam und als Dozentin beim Institut für Mal- und Kunsttherapie Apk Thalwil. Leitung der Weiterbildung TAKT Traumaadaptive Therapie mit kreativen Techniken im Apk Thalwil. Mehrjährige Vortragstätigkeit zu Themen der Traumapädagogik, Traumatherapie, Gestalttherapie und Kunsttherapie. Anerkannte Lehrtherapeutin und Supervisorin IGW, Oda Artecura, SGRP, FSP. Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Schwerpunkt Traumatherapie.

 

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